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Bauhütte Kirche Gubin Historisches Zeittafel Rys historyczny

erstellt durch Vorwort 1. Einleitung 2. Zum Ort 3. Aufgabenverständnis 4. Zusammenfassung der Analyse und Prämissen 5. Konzept 6. Konzeptbausteine 6.1.1. Bauhütte, Ausgangssituation 6.1.2. Bauhütte, Aufgabe und Struktur 6.1.3. Bauhütte, Finanzierung 6.1.4. Bauhütte - Der Turm - 6.2. Zentrum für Kommunikation und Kultur 6.2.1. Ausgangssituation 6.2.2. zum Ausbaukonzept 6.3. Archiv für Kulturerbe 7. Nutzungs- und Betreiberkonzept 7.1. Grundlage des Nutzungskonzeptes 7.2. Betreiberstruktur 8. Zeit- und Maßnahmenplan Nächste Schritte Internationaler Architektenwettbewerb 2013 Ergebnis des Architekturwettbewerbes Die 10 Gedanken

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6.1.2. Bauhütte, Aufgabe und Struktur


Die Bauhütte setzt an der Idee der klassischen Bauhütte an und ergänzt diese um weitere Ziele und Aufgaben. Nicht nur das Bauvorhaben bestimmt das Profil, sondern auch die Aufgabe, die umfassende Revitalisierung dieses Denkmals zu betreiben. Sie ist der Ort der konkreten Bauplanung, der Abstimmung und des Austausches. Neue Ideen und Technologien zum baulichen Umgang mit der Stadtkirche finden hier ihren Eingang in das Vorhaben, werden von hier aber auch wieder nach außen getragen. Sie wirkt aber noch weitergehend über das Bauwerk hinaus und soll sich als Plattform für Förderung und Entwicklung des kulturellen Erbes in der Region entwickeln.

Die Bauhütte übernimmt die Aufgabe, die unterschiedlichen oben genannten Aktivitäten professionell durchzuführen bzw. die Aktivitäten der verschiedenen Akteure zu koordinieren und zu unterstützen.

In die Bauhütte werden die wissenschaftlichen Institutionen der Universitäten Zielona Góra und Cottbus fachlich eingebunden. Beide haben sich bereit erklärt, hier eine besondere Rolle zu übernehmen. Sie bilden den Grundstein für einen innovationsorientierten Austausch und wissenschaftlichen Transfer.

Zu den Aufgaben gehört:
• Koordination und Betreuung der Baumaßnahmen und aller damit verbundenen Analysen,Gutachten, Planungen und der beteiligten Unternehmen
• Finanzielle und technische Abwicklung aller mit dem Bauvorhaben verbundenen Aktivitäten
• Etablierung und Koordinierung des fachlichen Austausches sowie der Durchführung gemeinsamerUntersuchungen und Anwendung neuer Technologien und Verfahren mit den beiden regionalen Universitäten Zielona Góra und Cottbus
• Abstimmung der Arbeiten mit der Expertenkommission und Integration der fachlichen Stellungnahmen in den Bauprozess
• Vermittlung der Ergebnisse und Erfahrungen nach außen und deren Aufbereitung für weitere Zielgruppen
• Konzeption von Fördermittelanträgen und Einwerbung von Fördermitteln
• Einbindung weiterer Aktivitäten und Akteure im Bereich Erhaltung des gemeinsamen Kulturerbes; wie insbesondere Bereitstellung von Praktikaplätzen, Entwicklung von Seminaren, Workshops und anderen Transferveranstaltungen.
• Etablierung eines Austausches mit vergleichbaren Beispielen in der Region und in Europa
• Koordinierung und Initiierung von weiteren Untersuchungen zu anderen Kirchen und gefährdetem Kulturerbe in der Region
• Integration der Aktivitäten in eine umfassende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
• Planung und Konzeption von Ausstellungen; Etablierung einer Plattform kulturelles Erbe in der Region in Zusammenarbeit mit den lokalen und regionalen Einrichtungen und den Universitäten
• Planung und Durchführung von Veranstaltungen der gemeinsamen Kinder- und Jugendarbeit. Entwicklung von Seminaren und Workshop in Kooperation mit den deutsch-polnischen
Jugendbauhütten oder im Rahmen des Programms Memoria
• Organisation und Durchführung von Veranstaltungen in und um die Kirche, wie die bereits begonnen Aktivitäten Weihnachtsmarkt, Konzerte, Tag der offenen Tür etc.

Umsetzung und Organisation
Die Bauhütte wird als gemeinsames Projektentwicklungsbüro der Stadt Gubin und des Fördervereins zum Wiederaufbau der Stadt- und Hauptkirche Gubin oder der Stadt Guben eingerichtet. Auf der Grundlage einer Kooperationsvereinbarung in der Art, Zweck und Umsetzung der Aufgaben zwischen beiden Partnern festgelegt wird, nimmt die Bauhütte mit der Einwerbung der notwendigen Fördermittel, die den Betrieb finanzieren sollen, ihre Arbeit auf. Es wird empfohlen, die Bauhütte als gemeinsame Einrichtung so weit wie möglich zu formalisieren z.B. als Arbeitsgemeinschaft, ohne aber einen eigenen Status als Gesellschaft o.ä. zu etablieren.

Die Bauhütte beschäftigt 2 Personen mit der entsprechenden fachlichen Qualifikation zum:

• Projektmanagement (Erhalt und Umbau der Kirchenruine)
• Kulturmanagement und Koordinierung

Diese werden von den beiden Partnern auf der Grundlage der Kooperationsvereinbarung eingestellt. Es wird vorgeschlagen, dass seitens der Stadt Gubin das Projekt- und Baumanagement und seitens des Fördervereins das Kulturmanagement und die übergreifende Koordinierung mit den Partnern abgedeckt wird.

Die Stadt Gubin wird für die Beantragung, Abrechnung der Fördermittel sowie für die Durchführung von Ausschreibungen etc. das vorhandene Fachpersonal der Stadtverwaltung maßnahmenbezogen und unentgeltlich der Bauhütte zur Verfügung stellen.

Ergänzend zum Projektmanagement ist die fachliche Betreuung des Bauvorhabens durch einen in der Denkmalpflege qualifizierten Architekten in beratender Funktion sicherzustellen.

Inhaltliche Begleitung der Bauhütte — Stiftung und Expertenrat
Bezogen auf die mit dem Umbau verbundenen Aktivitäten wird die Bauhütte von dem durch die Woiwodschaft eingerichteten Expertenrat begleitet.
Die Stiftung Pfarrkirche Gubin kann sich aus der bisherigen operativen Tätigkeit zurückziehen und als Forum für das grenzüberschreitende, regionale Kulturerbe eine übergeordnete Rolle einnehmen. Es wird empfohlen, in den Stiftungsrat weitere Persönlichkeiten zu berufen, die für die Entwicklung der Region als Kulturregion stehen. Dies wären z.B. Vertreter der Universitäten Zielona Góra, Cottbus wie auch Frankfurt an der Oder und Wrocław. Darüber hinaus wäre es sinnvoll und dem Ziel angemessen, Vertreter der Woiwodschaft und des Landes Brandenburg wie auch der Regionen einzubeziehen. Der Stiftungsrat begleitet entsprechend seiner Funktion die programmatische und inhaltliche Ausrichtung der Bauhütte.


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