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Kirche


Bauhütte Kirche Gubin Historisches Zeittafel Rys historyczny

erstellt durch Vorwort 1. Einleitung 2. Zum Ort 3. Aufgabenverständnis 4. Zusammenfassung der Analyse und Prämissen 5. Konzept 6. Konzeptbausteine 6.1.1. Bauhütte, Ausgangssituation 6.1.2. Bauhütte, Aufgabe und Struktur 6.1.3. Bauhütte, Finanzierung 6.1.4. Bauhütte - Der Turm - 6.2. Zentrum für Kommunikation und Kultur 6.2.1. Ausgangssituation 6.2.2. zum Ausbaukonzept 6.3. Archiv für Kulturerbe 7. Nutzungs- und Betreiberkonzept 7.1. Grundlage des Nutzungskonzeptes 7.2. Betreiberstruktur 8. Zeit- und Maßnahmenplan Nächste Schritte Internationaler Architektenwettbewerb 2013 Ergebnis des Architekturwettbewerbes Die 10 Gedanken

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5. Konzept


Die Ruine der Stadt- und Hauptkirche symbolisiert die „Narben der Geschichte" des deutsch-polnischen Grenzraums, die heute im Zuge der europäischen Integration und besseren Zusammenarbeit mehr und mehr verblassen. In einem positiven Sinne soll die Sanierung der Kirche weniger ein Mahnmal repräsentieren, als vielmehr ein Symbol der Integration, ohne die Schatten der Vergangenheit zu negieren. Sie ist ein Zeichen für das kulturelle Erbe der Region und mit dem Aus- und Umbau sowie der Restaurierung soll architektonisch ein deutliches Zeichen gesetzt werden, das über den Ort hinaus wirkt und auf den besonderen Charakter des Hauses verweist.

Zentrale Kirchenbauten, so auch die Stadt- und Hauptkirche zu Gubin am Markt, waren immer auch Orte der Kommunikation, der Vermittlung kultureller Werte und der Repräsentation von Selbstbewusstsein und zeichengebendem Anspruch. Mit der Wiedernutzung soll die Stadt- und Hauptkirche Gubin als stadtbildprägendes sowie multifunktionales Zentrum mit überregionaler Ausstrahlung und unverwechselbarem Charakter etabliert werden. Sie soll als Ort der Kommunikation zum Austausch von Meinungen zu Gesellschaft, Politik und Kunst anregen. Sie wird ein Zentrum der Geschichte, ein Zentrum der Stadt und der Region, ein Zentrum der Kommunikation und ein Zentrum der Begegnung.

Der Prozess in dem mit der Kirche ein Ort für Kultur und Kommunikation entsteht, soll für gemeinsame Aktivitäten zur Erforschung, Bewahrung und Entwicklung des kulturellen Erbes genutzt werden — sowohl auf lokaler, als auch auf regionaler sowie europäischer Ebene. Mit diesen Aktivitäten soll die Grundlage für die thematische Ausrichtung der zukünftigen Nutzung gelegt werden.
Das Projekt soll in zwei Schritten, die aufeinander aufbauen, entwickelt werden. Ein dritter Baustein ist optional denkbar.

1. Die Bauhütte
Die Bauhütte war und ist der Ort, an dem das Wissen über das Bauen, seine Techniken und Technologien weitergegeben und ausgetauscht wird. Mit der Bauhütte wird eine lokale Baustelle in ein lokales, regionales und internationales Netzwerk von Fachwissen eingebunden.

Die Bauhütte an der Stadt- und Hauptkirche in Gubin ist:

a. Ort und Netzwerk zum Austausch des Wissens und dem Umgang mit dem gemeinsamen Kulturerbe
b. Das Projektmanagement, die koordinierende Stelle für alle den Aus- und Umbau der Kirche betreffenden Angelegenheiten

Sie vernetzt alle Akteure und organisiert Aktivitäten, die sich mit der Erhaltung und Weiterentwicklung der Kirche und damit stellvertretend des gemeinsamen Kulturraumes östlich und westlich der Neiße beschäftigen.

2. Das Zentrum für Kultur und Kommunikation (Arbeitstitel)
Mit dem Zentrum wird in der umgebauten Stadt- und Hauptkirche eine Veranstaltungs-, Ausstellungs- und Kommunikationseinrichtung etabliert. Kerngedanke ist ein Angebot, das auf den vorhandenen Angeboten des Kulturhauses Gubin aufbaut, diese aber ausgehend von den Aktivitäten der Bauhütte im Bereich Kulturerbe ausbaut. Damit wird eine Grundsicherung mit einigen ergänzenden Funktion ohne einen umfangreichen Umbau erreicht.
Die Besonderheit des freien Raums im Kirchenschiff wird ein Markenzeichen des Zentrums.

Der Raum kann in Verbindung mit den weiteren Raumangeboten flexibel und multifunktional für unterschiedliche Aktivitäten von Konzerten, Festveranstaltungen bis zu Workshops und akademischen Sommerschulen und Ausstellungen genutzt werden.

3. Das Archiv für Kulturerbe
Die Aktivitäten der Bauhütte, die praktische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Wiedernutzung der Kirche können den Grundstein für ein langfristiges Ziel, das Archiv des verlorenen Kulturerbes, legen. Die Kirche in Verbindung mit dem Komplex des Alten Rathauses würde in einer dritten, bislang optional gedachten Phase der Ort werden, an dem Objekte und Dokumente zu verlorenen gegangenem Kulturerbe, insbesondere der Kirchen, gesammelt und ausgestellt werden.

Startschuss des Entwicklungsprozesses kann die Eröffnung des Turmes als Aussichtsplattform sein, der vor Beginn des Um- und Ausbau des Kirchenschiffes mit einer Treppenanlage zugänglich gemacht werden sollte.


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