Textversion
Förderverein Kirche Events Galerie Presse-News Sitemap
Startseite Kirche Bauhütte Kirche Gubin 2. Zum Ort

Kirche


Bauhütte Kirche Gubin Historisches Zeittafel Rys historyczny

erstellt durch Vorwort 1. Einleitung 2. Zum Ort 3. Aufgabenverständnis 4. Zusammenfassung der Analyse und Prämissen 5. Konzept 6. Konzeptbausteine 6.1.1. Bauhütte, Ausgangssituation 6.1.2. Bauhütte, Aufgabe und Struktur 6.1.3. Bauhütte, Finanzierung 6.1.4. Bauhütte - Der Turm - 6.2. Zentrum für Kommunikation und Kultur 6.2.1. Ausgangssituation 6.2.2. zum Ausbaukonzept 6.3. Archiv für Kulturerbe 7. Nutzungs- und Betreiberkonzept 7.1. Grundlage des Nutzungskonzeptes 7.2. Betreiberstruktur 8. Zeit- und Maßnahmenplan Nächste Schritte Internationaler Architektenwettbewerb 2013 Ergebnis des Architekturwettbewerbes Die 10 Gedanken

Kontakt Impressum Haftungsausschluss


2. Zum Ort


Die Stadt und Hauptkirche ist eines der markantesten Gebäude der deutsch-polnischen Doppelstadt Gubin/Guben. Sie war historisch eine der größten Kirchengebäude der Region und dominiert heute als Ruine, die ebenfalls zerstörte und weitgehend abgeräumte historische Innenstadt von Gubin.

Die Stadt Gubin mit seinen 17.200 Einwohnern (8/2008) befindet sich im Kreis Krosno. Die deutsche Partnerstadt Guben befindet sich im Kreis Spree-Neiße und zählt 19.900 Einwohner (8/2008). Erstmals 1033 wird die Stadt als Handels- und Handwerkersiedlung und als Marktort erwähnt, seit 1400 v.Chr. ist das Gebiet allerdings bereits ununterbrochen besiedelt. Die sich im 16. Jahrhundert entwickelnde Tuchmacherei wurde im 19. Jahrhundert mit der Hut- und Tuchproduktion die dominierende Industrie der Stadt. Gubin und Guben wurden 1945 durch die neue Grenzziehung zwischen Polen und Deutschland getrennt. Die Nachbar- und Grenzstädte Gubin und Guben befinden sich in der Euroregion Spree-Neiße-Bober und versuchen heute durch ein Zusammenwirken in verschiedenen Bereichen, Vorteile aus der Grenzsituation zu erzielen.
Die Kirchenruine ist neben dem bereits in den 80er Jahren wieder aufgebauten historischen Rathaus und Teilen der historischen Stadtbefestigung des 14. Jahrhunderts ein letztes Zeugnis der mittelalterlichen Stadt. Mit dem 56 Meter hohen Turm und 70 Metern Außenlänge ist die Ruine außerdem eines der größten Gebäude der Stadt. Die urkundliche Ersterwähnung der Kirche ist auf das Jahr 1294 datiert. 1636 wurden 2 Glocken in Guben für die Kirche gegossen. Zu Beginn des
18. Jahrhundert wurde mit der Einweihung der barocken Kanzel und des barocken Altars das Erscheinungsbild neu geprägt. Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte eine grundlegende Restaurierung durch den Berliner Architekten Eduard Knoblauch. 1939 wurde das Dach der Kirche neu gedeckt, bevor 1945 bei Kämpfen die Kirche zerstört wurde.

Im Jahr 2005 gründete sich eine polnische Stiftung und ein deutscher Förderverein zum Wiederaufbau der Kirche. So wurde 2006 mit den Bauarbeiten auf dem Turm der Ruine begonnen und am 1. Juni 2007 anlässlich des Frühlingsfestes die neue Turmhaube aufgesetzt.


Druckbare Version